Überbordende Spielfreude

titelte die Pforzheimer Zeitung vom 23. April 2007 über das Konzert von Klaus Bader und seinen Mannen zu seinem 50-jahrigen Bühnenjubiläum und stellte beim Publikum der bereits nach 2 Tagen restlos ausverkauften Veranstaltung "grenzenlose Begeisterung" fest.

Nach Begrüßungsworten des designierten Sparkassenchefs Herbert Müller, der kurz auf den Werdegang Klaus Baders einging, überreichte dieser ein spanferkelgroßes goldenes Sparschwein, welches mit Gold gefüllt ca. 65 Kilo des Edelmetalles aufnehmen könnte - es war leider jedoch leer; stand aber dafür auf einigen Flaschen mit trinkbarem Inhalt.

Nach ein paar Begrüßungsworten Klaus Baders ging es dann los:
Die "New Storyville Jazzband" mit Andy Lawrence am Kornett, Karheinz "Charlie" Heim an der Klarinette, Jochen Hähner  an der Posaune, Klaus Bader am Bass-Saxofon, Holger Götz am Piano und Jürgen Kulus am Banjo spielten den wunderbaren und anspruchsvollen Jazz von Ende der 20-er Jahre mit dem der Trompeter Bix Beiderbecke bekannt wurde. Hier zeigte Klaus Bader sein bewundernswertes Können auf dem nicht nur recht schweren, sondern auch schwer zu spielenden, Bass-Saxofon.
Es ist das bestimmende Instrument dieser Musik, da es sowohl Rhythmus- als auch Melodie-Instrument ist.

Als nächste Gruppe trat das "Oldtime Jazz Quintett" auf. Hier brillierte Klaus Bader auf dem Alt-Saxofon. Er wurde begleitet von Holger Götz am Piano, Karl Koller an der Gitarre, Klaus Schulze am Kontrabass und Will Lindfors am Schlagzeug.
Hier brachten Klaus Bader und Holger Götz das berühmte "Take Five" aus der Bebop-Ära, welches durch das "Dave Brubeck Quartett" mit Dave Brubeck (Piano) und  Paul Desmond (Altsax) 1963 in der Carnegie Hall bekannt wurde,  in vollkommener Perfektion originalgetreu zu Gehör und ernteten damit einen riesigen Applaus vom Publikum.

Danach trat dann Klaus Baders älteste Band, die "The Chicagoans", die er zusammen mit Klaus Schulze bereits 1961 gründete, in der Besetzung mit Andy Lawrence (Trompete), Charles Höllering (Klarinette), Klaus Bader (Bariton- und Tenor-Sax), Karl Koller (Gitarre), Klaus Schulze (Bass) und Will Lindfors (Schlagzeug) auf. Diese Formation pflegt den in Chicago in den 20-er Jahren entstanden Stil mit dem aus Dixieland und New Orleans-Stil dann später der Swing entstand.
Hier muß man besonders Charles Höllering nennen, der mit seinem hervorragendem Klarinettenspiel á la Benny Goodman und Artie Shaw die Zuhörer begeistert, und das besonders beim Zusammenspiel mit Klaus Baders Bariton-Sax.
Hier hört man stets das Motto der Band That's Jazz.

Dann folgte die obligatorische Pause, in der das Publikum sich an Getränken - spendiert von der Sparkasse - labte.

Konnte nach den "Chicagoans" überhaupt noch eine Steigerung kommen ?
Ja, denn nun betrat der Stargast des Abends Terry Myers mit seinem Tenor-Sax zusammen mit dem "Oldtime Quintett" die Bühne.
 

                "JUBILEE"
        Celebrating Klaus Bader's
     50 Year Anniversary On Stage

     Freitag, 20. April 2007, Sparkassenhaus Pforzheim

 

 

 

 

 

 

 



 


 

 


                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser erfahrene 76-jährige - "einer der besten Holz-bläser der USA" - kam extra über den großen Teich, um mit seinem Freund Klaus Bader dessen Jubiläum zu zelebrieren. Dieser Könner seines Fachs spielte mit praktisch allen Jazz-Größen der USA  und trat bei den bedeutensten Jazz-Festivals in der ganzen Welt auf. So nun auch beim "Klaus Bader Jubilee" in Pforzheim. In seinen Solis zeigte er seine Virtuosität und vermittelte dem Publikum, dass er immer noch mit Begeisterung spielt. Das kam insbesonders dann zur Geltung, wenn er mit Klaus Bader im Duett spielte; man kann sagen, wenn sich beide ein "Duell" lieferten. Das es dabei zwischen dem Berufsmusiker Terry Myers und dem "Amateur" Klaus Bader keinen Sieger gab, spricht eindeutig für die Qualität und das Ausnahmetalent Klaus Baders.

Den Abschluß des Abends bildete dann eine "Jam-Session", wo alle Musiker aller drei Bands - und natürlich dem Gaststar Terry Myers - zusammen auf der dann doch recht kleinen Bühne standen.
So kam fast eine "Big Band" zusammen, wo dann im furiosen Finale jeder der dann 11 Musiker nocheinmal sein Können zeigen konnte. Dabei kam es neben dem "Duell" Terry Myers / Klaus Bader auch noch zu einem interessanten "Duell" zwischen den beiden Klarinettisten Charles Höllering und Karlheinz "Charly" Heim, was wohl auch unentschieden endete.

Das begeisterte Publikum bedankte sich dann mit einem langanhaltenden Applaus für den gelungenen Abend mit einem denkwürdigen Konzert - mit dem dann auch Klaus Bader hochzufrieden war.