Jazz Podium, Februar 2008

Klaus Bader
Jubllee 50 Years On Stage
Chaos CACD8273
Great Gentlemen Of Swing
Celebrating Klaus Bader's 50th Anniversary On Stage

Kontakt: Klaus Bader, Maximlllanstr. 48,75172 Pforzheim, Tel. 072 31/30 33 36, aaha@bader.de

Der 1941 in Pforzheim geborene Klaus Bader gehört seit vielen Jahren zu den führenden Saxophonisten des Swing-Stils nicht nur In Deutschland. Erstaunlich, zu welch individuellem, sonoren Ton der Amateur und Autodidakt gefunden hat. Immer wieder begleitete Bader mit seinen Bands, unter anderem den Chicagoans, amerikanische Gaststars auf ihren Deutschlandreisen. Dabei konnte er sich musikalisch stetig weiterentwickeln. Von dem Pianisten und Althornisten Dick Cary lernte er viel über Jazzharmonien, der Klarinettist Peanuts Hucko weihte ihn in die Geheimnisse der Tonbildung durch das passende Mundstück ein. Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum legt Klaus Bader gleich zwei CDs vor. Im Mittelpunkt stehen die Aufnahmen mit den Great Gentlemen of Swing, verdienten Swing-Veteranen aus Amerika. Der vielseitige Swing-Pianist Johnny Varro, dessen stilistische Bandbreite vom Stride Piano bis zum perlenden Swing eines Teddy Wilson reicht, hat in seiner langen Laufbahn mit unzähligen Jazzgrößen zusammengespielt. Der Tenorsaxophonist Terry Myers begann im Tommy Dorsey Orchester und leitet nun eine eigene Big Band. Auf eine lange Musikerkarriere können auch der erfahrene Bassist Ernie Williford und der enorm swingende Schlagzeuger Mike Moran zurückblicken. Klaus Bader fühlt sich im Kreis dieser legendären Musiker hörbar wohl und erweist sich als kongenialer Partner. Mit seinem warmen Ton und der logisch auf-gebauten Phrasierung ist er ein wahrer Meister der Ballade, was er bei vielen Stücken dieser beiden CDs eindrucksvoll unterstreichen kann. Besonders erwähnt seien hier die fünf hervorragend gelungenen Duo-Einspielungen mit Johnny Varro, etwa bei "l've got a feelin' l'm fallin'" oder "l surrender dear". Acht Titel auf der CD "Jubilee 50 Years On Stage" nahm Klaus Bader mit seinem schlagzeuglosen Oldtime Jazz Quartett auf, zu dem der Pianist Holger Götz, der Bassist Klaus Schulze und der Gitarrist Karl Koller gehören. Neben einigen Up-tempi-Stücken, beispielsweise "Deed l do", sind es auch hier wiederum die von Bader interpretierten Balladen wie "My ideal", die den Zuhörer besonders fesseln.

Andreas Geyer (Jazz Podium, Februar 2008)

 

"Rohrblatt", Ausgabe Heft 2/2008 (Auszug)

(...) Sein 50-jähriges Bühnenjubiläum war Anlass für zwei CDs, denen nun die hier vorliegende dritte folgt.
Sie entstand ebenso wie ihre zwei Vorgänger 2007 in Florida. Bader tritt auf dieser CD auf dem Tenorsaxophon hervor und wird von drei amerikanischen Kollegen unterstützt. Die Quartettaufnahmen zeichnen sich durch abwechslungsreiche Arrangements aus. Dadurch entsteht eine Vielfalt im Aufbau der Darbietungen, die dem Hörer immer wieder Neues bieten. Aber auch die Ausführung ist außergewöhnlich gut. (...) Alles in allem ist dies eine ungewöhnlich gute CD, die beweist, dass der gute alte Swing noch Überraschungen aufzuweisen hat.

Gerhard Conrad

 

"Jazz Podium", Ausgabe 04/2009

"Day Dreams"
Als Amateur im Jazzgeschäft, aber mit professionellem Können kann es sich der Saxophonist Klaus Bader seit mehr als 50 Jahren leisten, einfach nur die Musik zu spielen, die ihm Spaß macht. Zu seinem Bühnenjubiläum hat er mehrere Tonträger veröffentlicht, auf denen er auch mit Musikern aus den USA zu hören ist. Die vorliegende CD nahm er im November 2008 in Amerika mit dem Pianisten Charlie Prawdzik, dem Bassisten Dominic Mancini und Johnny Moore am Schlagzeug auf. Allesamt erfahrene Profis, die in ihrer Karriere schon mit vielen Jazzgrößen gespielt haben. Wie bei den vorangegangenen Aufnahmen harmoniert Klaus Bader hervorragend mit seinen prominenten Musikerkollegen aus Übersee. Mit dem ausdrucksvollen, sonoren Ton und der entspannten, einfallsreichen Phrasierung ist er ein Meister balladesker Stücke, die er logisch entwickelt. Großartig der Opener "Easy livin'", bei dem auch Prawdzik mit einem Solo auf sich aufmerksam macht. Neben bekannten Titeln finden sich auch einige Raritäten wie "Time on my hands". Mancini legt mit seinen bauchigen Walking- Basstönen einen wohligen Rhythmus, den Johnny Moore mit seinem punktgenauen Timing ideal ergänzt. Bei der abschließenden, ungewohnten Version von "Take five" steht Moore mit seinen komplexen Rhythmen im Vordergrund. Noch eine Besonderheit: Für die Aufnahmen setzte Klaus Bader die ältere analoge Technik ein, die nach seiner Ansicht mehr Wärme verbreitet. Zusammen mit der Wärme seines Saxophonspiels schafft er so mit seinen amerikanischen Gastgebern bei den 14 Stücken eine wahre Klangoase zum beswingten Zurücklehnen.

Andreas Geyer